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21.09.2019
rbi

Auf App-Wegen

Immer mehr Menschen nutzen im Alltag mobile Apps, nicht zuletzt für berufliche Zwecke. Doch die digitalen Helfer eignen sich nicht für jede Aufgabe, auch wenn sie zunächst den Anschein erwecken.

Das gilt z.B. auch für sogenannte Lärm-Apps. Für richtige Lärm-Messungen sind diese nicht geeignet, erklärt das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Wer Lärmwerte exakt bestimmen muss, sollte in je-dem Fall Fachleute hinzuziehen. Gehörschädigender Lärm beginnt laut IFA ab einem Pegel von 85 dB(A), der täglich über acht Stunden anhält. Die mehr als 100 Apps zum Messen von Umgebungslärm seien allerdings nicht geeignet zu bestimmen, ob laute Geräusche - egal wo - tatsächlich über oder unterhalb dieser gesundheitsgefährdenden Grenze liegen.
Der Grund hierfür ist einfach: Handys filtern bestimmte Frequenzen im Geräuschspektrum, damit vor allem Sprache gut verstanden und Umgebungsgeräusche weitestgehend ausge-blendet werden. Diese Filterfunktion kann sich zudem mit jedem Handyupdate ändern.
Für eine erste, sehr grobe Einschätzung mag die App auf dem Smartphone sinnvoll sein. Wenn es aber darum geht, exakt über die Höhe von Lärmbelastungen zu entscheiden, wo also eine verlässliche und damit gerichtsfeste Lärmmessung benötigt wird, empfiehlt sich der Gang zur Fachstelle. Das IFA rät, im Zweifelsfall spezielle Ingenieurbüros zu beauftra-gen oder nach öffentlich bestellten Gutachtern zu suchen. Gibt es am Arbeitsplatz Proble-me mit Lärm, stehen die Berufsgenossenschaft oder Arbeitsschutzdienste zur Verfügung.

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